yin yoga

Yin-Yoga-Heike-Behl
Während im Vinyasa Yoga hauptsächlich unsere Muskeln gestärkt, aber auch unsere verbindenden Gewebestrukturen gedehnt werden, werden im YIN YOGA fast ausschließlich Bänder und Sehnen über statische Übungen trainiert.

Unsere Muskeln sind weich und elastisch und werden deshalb mit dynamisch-feurigen  (YANG-Prinzip) Übungen gestärkt. Die verbindenden Gewebestrukturen sind steif und unelastisch, die wiederum flexibler werden durch langes Halten der Übungen mit Einsatz der Schwerkraft  (YIN-Prinzip).

Im Yin Yoga üben wir mit wenigen (6 – 8) passiven Asanas, die über einen längeren Zeitraum (3 – 8 Minuten) gehalten werden. Die Stunde ist deshalb verglichen mit einer Yoga Stretch Stunde um einiges intensiver für die Flexibilität von Bändern und Sehnen.
Es werden hier die Knochen trainiert (beugt Osteoporose vor), unsere Gelenke werden mit Gelenksflüssigkeit versorgt und eine tiefe Öffnung der tief liegenden Gewebestrukturen wird herbeigeführt (vor allem in den Hüften, im Becken und im unteren Rücken).
Synchronisiert mit bewusster Atmung kann zusätzlich ein tieferes Verständnis für den eigenen Körper und die Wirkungen von Yoga entstehen.

Sowohl Yin Yoga als auch Yoga Stretch sind eine Empfehlung zu den regulären eher körperlich anstrengenden Vinyasa Yoga Stunden. Es ist eine Yogapraxis, die Geduld und mentale Stärke erfordert, sich dafür aber auf viele wohltuend und gesund auswirkt – von den flexibelsten und kräftigsten Yogis bis zu Praktizierenden mit eingeschränkter Mobilität, Verletzungen, chronischen Schmerzen oder mit scheinbar unüberwindlicher körperlicher Steifheit.

So wichtig es auch für unser körperliches und mentales Wohlbefinden sein mag sich stark zu fühlen, so ist es dennoch nicht die muskulöse Kraft, die uns das Gefühl von Leichtigkeit des Körpers und der Beweglichkeit der Gelenke vermittelt.

Die fundamentalen Charakteristika des YIN-YOGA sind:

  • die Positionen werden über eine lange Zeit gehalten
  • während wir uns in einer Position befinden wird darauf geachtet, dass die Muskulatur entspannt ist
  • YIN und YANG-Positionen  zwischendurch unterstützen sich gegenseitig