yoga

Yoga Heike Behl

Yoga ist eine aus Indien stammende und mehrere tausend Jahre alte Philosophie, die sowohl geistige als auch körperliche Übungen beinhaltet, wobei das Wort „Yoga“ dem Sanskrit entstammt (von „yuga“ – „Joch“ oder „yuj“ für „zusammenbinden“, „anspannen“, „anschirren“) und verstanden werden kann als „Vereinigung“ oder „Integration von zwei Dingen“ oder im Sinne von „Anschirren“ als „Anspannen“ des Körpers an die Seele um den Geist zu bündeln.

Die Bhagavad Gita (400 v. Chr. – 4. Jhd) – ein philosophisches Lehrgedicht mit 700 Versen – beschreibt Yoga als „Weisheit im Handeln – als die Bezwingung des eigenwilligen ungestümen Geistes – als Einssein mit dem Selbst“. Und der 2. Satz in Patanjalis Sutren – ein indischer Gelehrter aus dem 5. Jhd. – lautet: „yoga-citta-vrtti-nirodhah“ – Yoga beruhigt die Schwankungen des Geistes.

Hören wir heute das Wort „Yoga“, so assoziieren wir damit hauptsächlich körperliche Übungen (Asanas). Dies aber ist nur ein kleiner Teil der Yogalehre. Die körperlichen Übungen sollen uns vielmehr dazu in die Lage versetzen für eine lange Zeit ohne Ablenkung des Geistes in der Meditation zu verweilen.

Ziel des Yoga ist es, Erfahrungen von Körper, Geist und Seele zu vereinigen. Dabei gibt es keine Einschränkungen darüber, wo und wie wir unsere Praxis beginnen sollten…ob erst körperlich und dann über Atmung, mit Gebeten oder Meditation.
Beginnen wir mit Yoga, wird uns unser ganzheitliches Wesen bewusst (Körper, Atem, Geist und mehr) und als solche beziehen wir schließlich alle Aspekte von uns selbst mit ein, sowohl unser Verhalten uns selbst als auch das anderen gegenüber (Yamas und Niyamas), unsere Gesundheit (Kriyas), unseren Atem (Pranayama) oder unseren Weg zur Meditation (T.K.V. Desikachar in YOGA – Tradition und Erfahrung)